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the restaurant at the end of the universe erst vier Wochen bin ich hier und seit gestern weiß ich, wo Douglas Adams war, als er diesen Teil seines Buches schrieb! Der Hintergedanke mit dem Nebel war, dass manchmal die Hochhäuser noch aus dem Bodennebel rausschauen und Kapstadt dann sicher faszinierend ist (ist es für uns ohnehin). Wir beschlossen also nach der Arbeit in der Werft mit der Seilbahn raufzufahren, um ein paar schöne Eindrücke zu sammeln. Beim Rauffahren waren wir drei (Gerhard, Franz und ich) alleine in der Gondel und die "Chauffeuse" fragte uns, ob sie die Gondel drehen soll, oder ob wir rumgehen wollen, was ich sehr amüsant fand! Dazu muss man wissen, dass die Gondeln rund sind und somit viel Fensterplätze bieten. Desweiteren sind sie drehbar, damit jeder mal auf den Berg raufschauen kann, wenn man unterwegs ist, na ja, jedenfalls sagten wir ihr, dass wir es schaffen werden selbstständig die drei Meter im Kreis zu laufen.
Da man in Kapstadt immer eine Jacke mithaben muss, weil der "south-easter" sehr schnell, sehr heftig und sehr frisch blasen kann, bereiteten wir uns auf frostige Temparaturen 1.000m über der Stadt vor. Die Bergstation liegt immerhin auf 1.065m Seehöhe. Und ich hatte nur meine kurze Hose mit! Na was solls, den Tafelberg im Nebel hat man ja nicht immer, also rauf, auch mit der kurzen Hose! Als wir ausstiegen, konnten wir erleben, was eineTemeraturumkehr ist. Wie schön, wärmer als unten und eine Aussicht zum Niederknien! Das werde ich wiederholen müssen, aber dann ohne Nebel, denn oben hab ich mir vorgestellt, dass die Stadt in der Nacht, oder besser gesagt in der Dämmerung nach Sonnenuntergang schon sehr beeindruckend unten liegen muss, gut tausend Meter tiefer! Und sie liegt ja nicht nur vorm Tafelberg, sondern rundherum, wohin man schaut, man sieht Cape Town, die Stadt in der immerhin 3,8 Millionen Menschen leben.
Das mit dem Nebel und dem south easter ist eine faszinierende Sache und man sagt, dass am Tafelberg das größte Tischtuch der Welt liegt, weil der Nebel meistens OBEN entsteht und dann vom Berg runterrinnt, was sich in starkem Wind in der Stadt äußert, aber das ist eine andere Geschichte. Die Captonians reden auch von ihr, der Tafelberg(in) sozusagen. Als ich am Werfttor stand und mir wieder mal den Berg anschaute kam Jaques zu mir (ein guter Arbeiter, der auch schon worker of the week war) und sagte: Isn't she beautiful? He then told me a lot of stories about her, because she is the mother of the town! Deswegen heißt Cape Town auch Mother Town. Überhaupt ist das ein ganz heiliger Berg, denn auf der einen Seite gibte es die 12 Apostel und auf der anderen den Devils Peak. Der heißt wegen dem Nebel so, denn wenn es neblig ist, ist es eigentlich rauchig, oder so. The lord and the devil are fighting for soules! Tja und wer mehr rauchen kann (in der Pfeife!) und somit auch mehr Rauch produziert, der gewinnt. Folglich: Wenn sie kämpfen sieht man nur den Qualm der beiden.
Das auf dem Bild oben ist übrigens der Blick aus der Werft in Richtung Tafelberg, wobei links der Devils Peak mit Rauch, in der Mitte (links vom Walmdach) der Tafelberg mit teilweise aufgezogenem Tischtuch und ganz rechts der Lions Head zu sehen ist. Wir aber sahen ganz was anderes, nämlich den nebelbdeckten Atlantik in Richtung Südamerika, wo die Sonne in den Wolken versinkt und ganz oben drauf am Tafelberg gibt es ein Beisl, das muss das Restaurant am Ende des Universums sein. Ich hab die ganze Zeit auf eine Kuh gewartet, die sich mir vorstellen kommt und mich fragt, welchen Teil von ihr ich denn gerne verspeisen möchte. Tja, leider gabs kein Rindfleisch dort oben, nicht mal ein Bierchen konnten wir uns genehmigen, denn zu Hause wartete schon Gertrud auf uns, die gekocht hatte (Butterfisch!). Dazu tranken wir dann noch ein zwei gute Bierchen der Marke "Black Label", das wirklich sehr gut schmeckt und die eingefleischten weißen hardcore Arpartheitler trinken das natürlich nicht, denn das ist, nomen est omen, Bier von Schwarzen und durchaus mit unserem zu vergleichen. Eine Geschichte dazu: Wir kauften im Drankwinkel (ist Afrikaans!) eine Palette Black Label, also 4 Stück 6-Pack zu je 0,33l und bekamen noch ein Geschenk dazu. Also bekamen wir einen Sack Grillkohle gratis. Beim Rausgehen hab ich dann zu Gerhard gesagt, dass man DIESE Aktion bei uns nicht machen dürfte, weil man sofort als Rassist verschrien wäre! Da kauft man von den Schwarzen ein Bier und bekommt noch einen Kohlensack dazugeschenkt ;-) Gerhard schaute mich zuerst fragend an, dann ist er in schallendes Gelächter ausgebrochen. und hier ist zum Abschluss noch das Restaurant zu sehen. |
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